Abenteuer Wildnis: Die Kleiderordnung der Tiere | Video der Sendung vom 04.07.2024 11:50 Uhr (4.7.2024) mit Untertitel

Ein männlicher Fahnenbarsch. Dieser farbenprächtige Riffbewohner fällt nicht nur durch sein Aussehen, sondern auch durch sein Verhalten auf. Ständig muss er seinen Harem zusammenhalten.

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass auch die Tiere an strenge Kleiderregeln gebunden sind. Frösche oder Salamander benötigen eine dünne, durchlässige Haut, während Krebstiere oder Käfer auf harte Rüstungen angewiesen sind. Und natürlich: Wer warmes Blut besitzt, ist kälteempfindlich und kann auf isolierende Kleidung nicht verzichten. Innerhalb solcher Vorgaben jedoch entfaltet die Natur eine atemberaubende Kreativität in Sachen Kleidung. So trägt das Pangolin in der afrikanischen Savanne einen extravaganten Schutzanzug, dem selbst Löwen nichts anhaben können. Wasserflöhe schneidern sich Rüstungen nach Maß, je nachdem wer sie bedroht. Und Fahnenbarsche wechseln mit der Kleidung auch das Geschlecht. Im Frühling legen sich Kampfläufer imposante Krägen und Federperücken zu. Sie sollen Eindruck machen und verführen. Im Sommer gilt es, sich kühl zu halten – was nicht einfach ist, wenn man wie Kühe oder Pferde im Fellkleid steckt. Hier wartet die Natur mit genialer Funktionskleidung auf, selbst für Hasen und Hühner. Die Natur tut ihr Bestes in Sachen Kleidung, aber selbst im Tierreich ist Aussehen nicht alles: Zur richtigen Kleidung gehört immer auch das richtige Verhalten.


Bild: WDR/Text und Bild Medienproduktion GmbH & Co. KG/Rudolf Diesel